So nicht, Herr Schweppe!

Veröffentlicht am 16.02.2018 in Schule und Bildung

Mit Unverständnis und Fassungslosigkeit hat die SPD  Sprockhövel  die Botschaft "Witten first" der Stadt Witten in der WAZ vom 15.02.2018 im Kontext der Beschulung Sprockhöveler Kinder an der Hardenstein Gesamtschule zur Kenntnis genommen. Die unfassbare Haltung eines amerikanischen Präsidenten ist offenbar im Ennepe Ruhr Kreis angekommen - bemerkenswert!

Ist nicht das Land NRW anstatt die Stadt Sprockhövel  für eine auskömmliche Schulfinanzierung der Schulen in Witten verantwortlich und der richtige Adressat?

Man wolle Sprockhövel wachrütteln, kolportiert der Erste Beigeordneten Schweppe in dem Artikel - Herr Schweppe, seien sie nachhaltig versichert, Sprockhövel schläft nicht und entzieht sich auch mitnichten seiner schulpolitischen Verantwortung. Schließlich leistet unsere Mathilde Anneke Hauptschule, in der ca. 2/3 nicht Sprockhöveler Kinder beschult werden, seit Jahren einen wertvollen überkommunalen sozialen Beitrag für den gesamten EN Kreis, auf unserer Kosten - dies ist durch zahlreiche Auszeichnungen belegt.

Nie wären wir auf die Idee gekommen hierbei nur an uns zu denken oder gar Rechnungen an andere zu verschicken.

Wie man eine solche Debatte, die in landespolitische Kreise und Parlamente gehört,  auf den Rücken der Kinder und ihrer Familie austragen kann, erschließt sich uns nicht.  Diese Art der Polarisierung hat eine neue Qualität, die einen Keil in jegliche überkommunale Zusammenarbeit treibt und spaltet, statt zu verbinden.

Was kommt denn als nächstes?

Verbieten wir zukünftig auch den vielen Kinder den Zutritt zu unseren Sportplätzen oder dem Freibad , weil sie  von außerhalb kommen? Es gilt Mauern einzureißen und nicht neue zu errichten, es gilt solidarisch und interkommunal zu denken, insofern hat die freie Schulwahl für die Eltern und Schüler in Sprockhövel höchste Priorität. Wenn Herr Schweppe eine andere Option wählt, ist dies rückwärts gewandt, und ein Zukunftsbild, das es mit der SPD Sprockhövel nicht geben wird.

Für Sprockhövel sollte spätestens jetzt klar sein, die Pläne für eine neue weiterführende Schule sind nicht abstrakt, sondern realer denn je,  schließlich müssen wir auf diese neue Situation reagieren und den Sprockhövler Eltern alternative Perspektiven für ihre Kinder bieten.