Knochenmühle stinkt auch in Haßlinghausen

Veröffentlicht am 10.10.2018 in Allgemein

Sie liegt im südlichen Ennepe-Ruhrkreis. Die Tierverwertungsanlage Schmitz und Geitz an der Gevelsberger Strasse 99 im Schwelmer Ortsteil Linderhausen kennt auch in Haßlinghausen nahezu jeder. Seit Jahrzehnten werden dort Knochen und Altfett aus Schlachtberieben, dem Lebensmitteleinzelhandel, der Fleischverarbeitung oder Gastronomie verarbeitet.

Seit Jahrzehnten ist die Knochenmühle durch starke Geruchsbelästigung immer wieder seitenfüllendes Thema in den lokalen Medien.

Insbesondere die Anwohner rund um den Haßlinghauser Uellendahl - die Straßenzüge Gangelshauser Weg, Buchenstrasse und Gevelsberger Strasse, die auf Sprockhövel-Haßlinghauser Stadtgebiet verlaufen - befinden sich bei ungünstigen Windverhältnissen in der „Geruchszone“ der allen als Knochenmühle bekannten Firma.

Die Nachbarstadt Gevelsberg ist nach wie vor am schlimmsten betroffen. Sei einiger Zeit gibt es dort die von Bürgern ins Leben gerufene Interessengemeinschaft Knochenmühle über die Betroffene sich Gehör verschaffen. Die Interessengemeinschaft ist auch auf Facebook präsent.

Doch auch den Haßlinghausern stinkt es gewaltig.

Jürgen Roßberg, Anwohner der Haßlinghauser Buchenstraße, weiß von seinen eigenen Erfahrungen zu berichten.

„Jeden Morgen drehe ich mit dem Hund eine Runde. In letzter Zeit verschlägt einem der Gestank  bei ungünstigen Windverhältnissen wieder förmlich den Atem. Unbegreiflich, dass nach all den Jahren immer noch keine Lösung des Problems gefunden wurde.“

Zur Schaffung von Lösungsansätzen ist das für Emmissionsschutz zuständige Kreis-Umweltamt eingeschaltet.

In der Vergangenheit wurden Gründe für die Geruchsbelästigung in einer defekten Filteranlage oder zu trockenen Hackschnitzeln des Biobeetes ausgemacht. Reparaturen oder der Austausch der Hackschnitzel führten jedoch nicht zu der erhofften langfristigen Problembeseitigung.

Die nach wie vor unbefriedigende Situation veranlasst die SPD-Fraktion Sprockhövel in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr, öffentliche Sicherheit und Ordnung, am 11.10.2018 eine Anfrage an die Stadtverwaltung Sprockhövel zu richten.

Die Stadtverwaltung wird gebeten, sich im Interesse der betroffenen Bürgerinnen und Bürger

mit dem Ennepe-Ruhr-Kreis in Verbindung zu setzen, um den aktuellen Sachstand zum Fortschritt von Lösungsansätzen in Erfahrung zu bringen und auf eine baldige Problemlösung zu drängen.

Über den weiteren Verlauf wird berichtet.