CDU und Grüne machen Mathilde-Anneke-Schule zum Spielball der Sprockhöveler Schulpolitik

Veröffentlicht am 22.06.2018 in Allgemein

Eine Zweigstelle der Gesamtschule des Ennepe-Ruhr-Kreises in Niedersprockhövel -
grundsätzlich eine überlegenswerte Idee der Grünen, die in der Sitzung des Ausschusses für Jugendhilfe und Schule am 20.06.18 als Antrag eingebracht wurde.

Die SPD ist stets Befürworter der Gesamtschule als zukunftsorientierte Schulform. Nur müssen sich die Sprockhöveler Kommunalpolitiker mit der Frage beschäftigen, ob dies auch dem tatsächlichen künftigen Beschulungsbedarf der Schülerinnen und Schüler vor Ort entspricht. Die Zahlen, die von der Stadtverwaltung im Ausschuss vorgelegt wurden, zeigten für Sprockhövel eine weitgehende Bedarfsdeckung an Gesamtschulenplätzen durch die Wilhelm - Kraft - Gesamtschule.

Die Sprockhöveler Schullandschaft offenbart einen anderen Bedarf.

Nahezu 800 Schülerinnen und Schüler aus Sprockhövel besuchen aktuell Gymnasien u.a. in Gevelsberg, Hattingen oder Wuppertal.

Zuletzt machten umliegende Nachbarstädte deutlich, für die Beschulung auswärtiger Schüler die Heimatgemeinden stärker zur Kasse bitten zu wollen. Auch konnte man in der lokalen Presse Äußerungen nachlesen, dass Sprockhöveler Schülerinnen und Schülern der Zugang zu auswärtig vorgehaltenen Schulformen erschwert werden könnte. Man muss in diesem Zusammenhang auch wissen, dass Sprockhövel in Bezug auf die Sekundarschulen nur als Träger der örtlichen Mathilde-Anneke-Schule direkten Einfluss auf die Beschulung der eigenen Schülerschaft hat.

 

Die SPD Sprockhövel hat den Antrag auf Prüfung zur Gründung eines Gymnasiums nicht nur aus Gründen vorgenannter Entwicklungen gestellt. Zuletzt erfuhr der Antrag der SPD in der Sprockhöveler Zukunftskommisson eine intensive Beratung mit Bürgerbeteiligung, wo offenkundig die Gründung eines Gymnasiums Unterstützung fand. Die SPD ist der festen Überzeugung, dass eine große Mehrzahl der Sprockhöveler Eltern sich ein Gymnasium vor Ort wünschen. Ein Gymnasium würde das Bildungsangebot in unserer Stadt vervollständigen, und Familien zusätzlich motivieren nach Sprockhövel zu ziehen.

Durch den von der CDU befürworteten Antrag der Grünen, zur Gründung einer Zweigstelle der unter Kreisträgerschaft stehenden Gesamtschule, entscheiden sich beide Parteien gegen ein Gymnasium sowie den Bürgerwillen und gefährden überdies den Fortbestand der Mathilde-Anneke-Schule.

Die Beschulungskapazitäten der Mathilde-Anneke-Schule würden bei einer Entscheidung für eine Zweigstelle der Gesamtschule auf selbige übertragen. Dies war der Stellungnahme der anwesenden Schulrätin des Ennepe-Ruhr-Kreises, Johanna Schlumbom, zu entnehmen, die zu einer Einigkeit über die künftig mögliche Schulform ermahnte.

Mit Stimmen von SPD, FDP und beratender Unterstützung der WfS wurde der Antrag von den Grünen vehement abgelehnt und diese Irrfahrt erst einmal unterbunden. Die Planung zur Gründung eines Gymnasiums auf Sprockhöveler Boden kann weitergehen.

Ein fader Nachgeschmack bleibt. Antworten zu diesem Schlingerkurs, insbesondere gegen den Bürgerwillen, blieben die Sprockhöveler CDU und Grünen wieder einmal schuldig.